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Flächenberechnungen Das (Riemann-)Integral |
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Gesucht ist also der Flächeninhalt zwischen dem Schaubild von f, der Mit der Berechnung des Flächeninhaltes löst man viele weitere Probleme. Zum Beispiel:
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Für viele Jahrhunderte die einzige
Lösungsmöglichkeit: Unterteile die Fläche in n "krummlinige" Trapeze und berechne den Flächeninhalt der darunterliegenden Rechtecke: Hier (bei einer monoton steigenden Funktion) berechnet sich die "Untersumme" zu AU = [f(a) + f(a+h) + f(a+2h) + ... + f(a+(n-1)h]·h Entsprechend berechnet sich die "Obersumme" zu AO = [f(a+h) + f(a+h) + f(a+2h) + ... + f(a+h)]·h. Es gilt: AU < A < AO. Als Näherungswert kann man etwa den Mittelwert der Untersumme und Obersumme für "großes" n wählen. Nur bei ganz wenigen Kurven konnte man durch Übergang zum Grenzwert für n -> ∞ den exakten Wert bestimmen. (Archimedes mit seiner ähnlich durchgeführten "Exhaustionsmethode" gerade noch bei den Parabeln). |
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Das abstraktere und schwieriger aussehende
Problem: Wie kann ich für alle xεDf den Flächeninhalt A(x) des "krummlinigen" Trapezes unter dem Schaubild von f über dem Intervall [a,x] berechnen? Wenn es schon für ein spezielles x=b schwierig genug ist, wie soll ich es dann gleich für alle x berechnen können? Der Mathematiker denkt anders. Er fragt sich: Was kann ich über die Funktion x->A(x) aussagen? Jetzt kommt die Überraschung: x->A(x) ist eine Stammfunktion von x->f(x).Nach Definition ist A Stammfunktion von f, wenn A'=f ist. |
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Dass A Stammfunktion von f ist, ist leicht plausibel zu
machen:
Du musst dich nur an die Definition der Ableitung erinnern:
f(x+h)-f(x)
Def.: f'(x) = lim ——————————— (Unten wird dies auf A angewendet!)
h->0 h
Behauptung: A ist Stammfunktion von f, d.h. A'(x)
=f(x)
Beweisidee:Für das schraffierte "Rechteck" gilt:A(x+h) - A(x) = f(x)·h. Das Gleichheitszeichen gilt eigentlich erst, wenn wir den Übergang h -> 0 machen. Die Mathematiker arbeiten hier deshalb mit Ungleichungen. Um die Idee plausibel zu machen, genügt zu wissen: Je kleiner h ist, um so kleiner ist der Fehler.
A(x+h)-A(x) f(x)·h
Somit folgt: A'(x) = lim ——————————— = lim —————— = f(x)
h->0 h h->0 h
q.e.d. |
Es gilt:
A(x+h) - A(x)
inf{f(t)|x<t<x+h} ≤ ————————————— ≤ sup{f(t)|x<t<x+h}.
h
Unter der Vorraussetzung, dass lim inf{f(t)|x<t<x+h} = f(x) und lim sup{f(t)|x<t<x+h} = f(x),
h->0 h->0
ist also A'(x) = f(x) (Dies ist zum Beispiel für stetige Funktionen erfüllt).
Nun will ich noch die exakte Definition des Integrals
nachholen:
Eine monton steigende nach oben beschränkte Folge (a ) besitzt einen Grenzwert: a = lim a .
n n
n->∞
oder:
Jede Intervallschachtelung (a ,b ) besitzt ein Zentrum Z: Zε[a ,b ] für alle nεN.
n n n n
Zum Beispiel existiert in R:
- 2 m m n
\/2 = sup{xεQ|x < 2} und lg7 = sup{- |m,nεN und 10 <7 }
n
Gleichwertig mit der angegeben Definition der
Vollständigkeit ist folgende Aussage:
Für jede "Zerlegung" a=x < x < x ... < x = b des Intervalls berechnet man die Untersumme von f zu
0 1 2 n
U = y·(x - x ) + y ·(x - x ) + ... y ·(x - x ), wobei y = inf{f(x)|x < x < x }
1 1 0 1 2 1 n n n-1 i i-1 i
und die Obersumme von f zu
O = Y·(x - x ) + Y ·(x - x ) + ... Y ·(x - x ), wobei Y = sup{f(x)|x < x < x }.
1 1 0 1 2 1 n n n-1 i i-1 i
Zur Verdeutlichung: Für stetige Funktionen ist y
i das Minimum und Yi das Maximum der
Funktionswerte in dem Teilintervall.|
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